Archiv · 2024 · Produktion 8 von 10

Mut tut gut – Ein Dschungel-Abenteuer
Ein Forscherteam verirrt sich im tropischen Urwald und gerät in ein Dschungelabenteuer voller gefährlicher Tiere – vor allem für den ängstlichen Forscher Fritz eine Herausforderung, seine Ängste zu überwinden.
Ensemble
13 Mitwirkende
Auf der Bühne
Bianca Althoff
Forscherin Flora
Markus Bings
Forscher Prof. Dr. Fauna
Markus Schlaak
Forscher Fritz
Heike Kresken
Affe 1
Sandra Bolten-Tillmanns
Affe 2
Bärbel Hamacher
Papagei
Monique Jungbluth
Schmetterling
Marion Reinders
Tiger
Hinter der Bühne
Presse
Rheinische Post7. Oktober 2024
Spaß und Mut im Rampenlicht
Applaus, Applaus - die Theatergruppe Beeckbachbühne entführte Schulklassen und Kinder im Vincentiushaus auf ein Dschungelabenteuer. Mit Schauspiel und Livemusik ging es der Frage nach: Was ist Mut?
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BEECK Eine spannende Geschichte, bunte Kostüme, einzigartige Musik und vor allem sehr viel Spaß bot das Theaterstück der Beeckbachbühne. Die Theatergruppe hat ihr Stück „Mut tut gut – ein Dschungelabenteuer“ gleich viermal im Vincentiushaus in Beeck aufgeführt. Die Beeckbachbühne feierte hier zudem ihr zehnjähriges Jubiläum und brachte mit ganz viel Herz, Livemusik sowie Gesang ein Kindertheater auf die Bühne.
Nach einer Begrüßung der Kinder hieß es „Vorhang auf“ für das von Tanja Nippert detailreich gestaltete Dschungel-Bühnenbild. Die Eröffnung des Stücks hat mit Livemusik, Trommeln und einer eigenen Version des Klassikers „The Lion sleeps tonight“ das junge Publikum schnell in seinen Bann gezogen. Die Kinder verfolgten aufmerksam die Geschichte eines Forscherteams, das sich im Dschungel verirrt und auf der Suche nach seinem Stützpunkt Mitglied Flora (gespielt von Bianca Althoff) verloren hatte. Die Tiere im Dschungel wollten währenddessen beweisen, welches das Mutigste ist. Dabei stahl einer der beiden Affen (gespielt von Sandra Bolten-Tillmanns und Heike Kresken) dem Tiger (verkörpert von Marion Reinders) die Schnurrhaare. In dieser tierischen Erzählung thematisierten die Darsteller reale Herausforderungen und Schwierigkeiten des Alltags, insbesondere für Kinder. Im Zentrum stand die Frage: Was ist Mut?
Eine entscheidende Figur war dabei der ängstliche Forscher Fritz (gespielt von Markus Schlaak) der sich mithilfe des von Markus Bings personifizierten Professors einigen Ängsten stellen musste. „Ruhig bleiben, Lage checken und dann mutig sein“, ist die Devise des Professors. So musste Fritz sich beispielsweise überwinden, einem ihm fremden Papagei (dargestellt von Bärbel Hamacher) anzusprechen und um Hilfe zu bitten. Mit dabei waren immer auch die Kinder im Publikum, die regelmäßig interaktiv miteinbezogen wurden und die Figuren lautstark unterstützt sowie beraten haben.
Als alle Figuren sich wieder vereinten, tauschten sich die Rollenverhältnisse. So traute sich der zu Beginn so scheinmutige Affe nicht, seine Taten zu gestehen, und wurde von dem zu Beginn so ängstlichen Fritz ermutigt. „Das ist zwar schwierig, aber das ist Mut“, sagte der weise Schmetterling, der von der Regisseurin und Autorin des Stücks Monique Jungblut verkörpert wurde. Am Ende kam auch der Tiger zu dem Schluss: „Ich mag mich, egal wie ich aussehe.“ Die Geschichte zeigt, „Mut ist nicht, sich ohne Not in Gefahr zu bringen“, sondern bedeutet, „sich selbst etwas zuzutrauen, auch wenn man Angst hat“.
Die Theatergruppe hat das Stück ab den Sommerferien einmal die Woche für drei Stunden geprobt, um „in das Thema hineinzufinden“, sagte Markus Schlaak, der als Freizeitmusiker in einer Cover-Band während der Aufführung auch mit Gesangseinlagen überzeugen konnte. Für den Großteil der Livemusik zum Stück sorgten Elena Thißen, Kerstin Schockert und Stefan Bimmermann. Diese ließen ihre Kreativität spielen und kombinierten mit eigenen Texten kurzerhand die Münchener Freiheit mit Herbert Grönemeyer. Für einen professionellen Ablauf sorgte hinter den Kulissen der Licht- und Tontechniker Dirk Ullendahl. Dennoch ist die Gruppe in ihrer ehrenamtlichen Arbeit auch sehr spontan, so sei auch „jede Vorstellung anders“, bestätigte Bianca Althoff.
Das primäre Ziel der Aufführungen sei es, „den Kindern einen schönen Vormittag und viel Spaß zu bereiten“, sagte Monique Jungblut. Dem Gelächter während des Stücks und der Freude danach zu urteilen, ist dies auch gelungen. Dabei beinhalten die Werke der Theatergruppe auch immer eine Botschaft, wie in diesem Jahr das Thema Mut, da „es besonders Kindern oft schwerfällt, über ihren eigenen Schatten zu springen und sich zu trauen“, führte Monique fort.
Der Eintritt zur öffentlichen Vorstellung war frei. Die anderen drei Aufführungen waren exklusiv für örtliche Schulen und bereits zum dritten Mal für die Paul-Moor-Schule, eine Förderschule für geistige Entwicklung aus Mönchengladbach; gerade hier „ist es sehr besonders für diese Kinder zu spielen, da ist man sehr demütig nach der Vorstellung“, sagte Bärbel Hamacher. Die Schulen seien hierbei auch sehr dankbar, Theaterbesuche ermöglichen zu können – auch in Zukunft. Die Beeckbachbühne hat nämlich bereits mit den Planungen begonnen: „Wir freuen uns auf nächstes Jahr“, bestätigte Markus Schlaak.
Wegberger Theatergruppe: Die Laienschauspielgruppe Beeckbachbühne führt nun bereits seit zehn Jahren jährlich ein neues Theaterstück in Wegberg auf. Die einzige Ausnahme war dabei das Coronajahr 2020. Die Aufwandskosten tragen die Mitglieder der Beeckbachbühne selber und refinanzieren diese mit Spenden. Ursprung des Ensembles sind Eltern von Beecker Kindern, die damals ein Weihnachtsstück für einen Kindergarten organisierten. Seitdem sind sie vom Theater ergriffen und bringen jährlich neue Stücke „Marke Eigenbau“ auf die Bühne.
Tim Rosner










