Archiv · 2024 · Produktion 8 von 10

Papagei, zwei Affen, eine Tigerfigur und der ängstliche Forscher Fritz mit grauer Perücke im Gespräch vor der Dschungelkulisse.

Mut tut gut – Ein Dschungel-Abenteuer

Ein Forscherteam verirrt sich im tropischen Urwald und gerät in ein Dschungelabenteuer voller gefährlicher Tiere – vor allem für den ängstlichen Forscher Fritz eine Herausforderung, seine Ängste zu überwinden.

Ein Forscherteam, das eigentlich die Tiere und Pflanzen des tropischen Urwalds erkunden will, verirrt sich. Die drei Forscher geraten dadurch in ein Dschungelabenteuer, in dem viel Mut bewiesen werden muss; schließlich tummeln sich im grünen Dickicht allerhand gefährliche Tiere wie Schlangen und Tiger. Dies bedeutet vor allem für den ängstlichen Forscher Fritz eine große Herausforderung, denn mutig sein gehört nicht zu seinen Stärken. Doch er findet heraus, dass nicht nur die Gefahren des Dschungels Mut erfordern, sondern es so viele Situationen gibt, in denen es sich lohnt, seine Ängste zu überwinden und einfach an sich zu glauben. Und so entdecken die Forscher am Ende gemeinsam mit den Tieren: Mut tut gut!

Premiere
2. Oktober 2024
Vorstellungen
4
Zuschauer:innen
rund 750
Ort
St. Vincentiushaus Wegberg-Beeck

Ensemble

13 Mitwirkende
Gruppenfoto des Ensembles von „Mut tut gut – Ein Dschungel-Abenteuer“ in Kostüm — Papagei, Affen, Tiger und Forscher:innen vor der Dschungelkulisse.
Das Ensemble von „Mut tut gut – Ein Dschungel-Abenteuer“, 2024.

Auf der Bühne

Bianca Althoff

Forscherin Flora

Markus Bings

Forscher Prof. Dr. Fauna

Markus Schlaak

Forscher Fritz

Heike Kresken

Affe 1

Sandra Bolten-Tillmanns

Affe 2

Bärbel Hamacher

Papagei

Monique Jungbluth

Schmetterling

Marion Reinders

Tiger

Hinter der Bühne

BühnenbildTanja Nippert
MusikStefan Bimmermann
Musik/GesangKerstin Schockert
Musik/GesangElena Thißen
Licht/TonDirk Ullendahl (KTU Wegberg)

Fotos & Video

Plakat „Mut tut gut – Ein Dschungel-Abenteuer“ mit Dschungelmotiv und Affen, Termin 02.10.2024, 17 Uhr, Pfarrsaal St. Vincentius Beeck, Eintritt frei.
Plakat
Eine Figur mit grauer Perücke und Schlangenrequisite hält ein Skriptblatt vor der Blumenkulisse.
Dieselbe Figur im Gespräch mit einer Forscherin mit Hut vor der Blumenkulisse.
Die Figur mit grauer Perücke und Schlangenrequisite vor großen Papierblumen.
Eine Figur im Tigerkostüm im Gespräch mit einer Forscherin mit Hut.
Eine Figur in Schwarz kauert lächelnd vor der Blumenkulisse.
Die Papageienfigur steht zwei knienden Forschern gegenüber vor der Blumenkulisse.
Zwei Affenfiguren reichen sich eine Papierblüte vor der Dschungelkulisse.
Das gesamte Ensemble und Team gemeinsam auf der Bühnentreppe vor der Dschungelkulisse.

Für diese Produktion liegt noch kein Video vor.

Presse

Rheinische Post7. Oktober 2024

Spaß und Mut im Rampenlicht

Applaus, Applaus - die Theatergruppe Beeckbachbühne entführte Schulklassen und Kinder im Vincentiushaus auf ein Dschungelabenteuer. Mit Schauspiel und Livemusik ging es der Frage nach: Was ist Mut?

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BEECK Eine spannende Geschichte, bunte Kostüme, einzigartige Musik und vor allem sehr viel Spaß bot das Theaterstück der Beeckbachbühne. Die Theatergruppe hat ihr Stück „Mut tut gut – ein Dschungelabenteuer“ gleich viermal im Vincentiushaus in Beeck aufgeführt. Die Beeckbachbühne feierte hier zudem ihr zehnjähriges Jubiläum und brachte mit ganz viel Herz, Livemusik sowie Gesang ein Kindertheater auf die Bühne.

Nach einer Begrüßung der Kinder hieß es „Vorhang auf“ für das von Tanja Nippert detailreich gestaltete Dschungel-Bühnenbild. Die Eröffnung des Stücks hat mit Livemusik, Trommeln und einer eigenen Version des Klassikers „The Lion sleeps tonight“ das junge Publikum schnell in seinen Bann gezogen. Die Kinder verfolgten aufmerksam die Geschichte eines Forscherteams, das sich im Dschungel verirrt und auf der Suche nach seinem Stützpunkt Mitglied Flora (gespielt von Bianca Althoff) verloren hatte. Die Tiere im Dschungel wollten währenddessen beweisen, welches das Mutigste ist. Dabei stahl einer der beiden Affen (gespielt von Sandra Bolten-Tillmanns und Heike Kresken) dem Tiger (verkörpert von Marion Reinders) die Schnurrhaare. In dieser tierischen Erzählung thematisierten die Darsteller reale Herausforderungen und Schwierigkeiten des Alltags, insbesondere für Kinder. Im Zentrum stand die Frage: Was ist Mut?

Eine entscheidende Figur war dabei der ängstliche Forscher Fritz (gespielt von Markus Schlaak) der sich mithilfe des von Markus Bings personifizierten Professors einigen Ängsten stellen musste. „Ruhig bleiben, Lage checken und dann mutig sein“, ist die Devise des Professors. So musste Fritz sich beispielsweise überwinden, einem ihm fremden Papagei (dargestellt von Bärbel Hamacher) anzusprechen und um Hilfe zu bitten. Mit dabei waren immer auch die Kinder im Publikum, die regelmäßig interaktiv miteinbezogen wurden und die Figuren lautstark unterstützt sowie beraten haben.

Als alle Figuren sich wieder vereinten, tauschten sich die Rollenverhältnisse. So traute sich der zu Beginn so scheinmutige Affe nicht, seine Taten zu gestehen, und wurde von dem zu Beginn so ängstlichen Fritz ermutigt. „Das ist zwar schwierig, aber das ist Mut“, sagte der weise Schmetterling, der von der Regisseurin und Autorin des Stücks Monique Jungblut verkörpert wurde. Am Ende kam auch der Tiger zu dem Schluss: „Ich mag mich, egal wie ich aussehe.“ Die Geschichte zeigt, „Mut ist nicht, sich ohne Not in Gefahr zu bringen“, sondern bedeutet, „sich selbst etwas zuzutrauen, auch wenn man Angst hat“.

Die Theatergruppe hat das Stück ab den Sommerferien einmal die Woche für drei Stunden geprobt, um „in das Thema hineinzufinden“, sagte Markus Schlaak, der als Freizeitmusiker in einer Cover-Band während der Aufführung auch mit Gesangseinlagen überzeugen konnte. Für den Großteil der Livemusik zum Stück sorgten Elena Thißen, Kerstin Schockert und Stefan Bimmermann. Diese ließen ihre Kreativität spielen und kombinierten mit eigenen Texten kurzerhand die Münchener Freiheit mit Herbert Grönemeyer. Für einen professionellen Ablauf sorgte hinter den Kulissen der Licht- und Tontechniker Dirk Ullendahl. Dennoch ist die Gruppe in ihrer ehrenamtlichen Arbeit auch sehr spontan, so sei auch „jede Vorstellung anders“, bestätigte Bianca Althoff.

Das primäre Ziel der Aufführungen sei es, „den Kindern einen schönen Vormittag und viel Spaß zu bereiten“, sagte Monique Jungblut. Dem Gelächter während des Stücks und der Freude danach zu urteilen, ist dies auch gelungen. Dabei beinhalten die Werke der Theatergruppe auch immer eine Botschaft, wie in diesem Jahr das Thema Mut, da „es besonders Kindern oft schwerfällt, über ihren eigenen Schatten zu springen und sich zu trauen“, führte Monique fort.

Der Eintritt zur öffentlichen Vorstellung war frei. Die anderen drei Aufführungen waren exklusiv für örtliche Schulen und bereits zum dritten Mal für die Paul-Moor-Schule, eine Förderschule für geistige Entwicklung aus Mönchengladbach; gerade hier „ist es sehr besonders für diese Kinder zu spielen, da ist man sehr demütig nach der Vorstellung“, sagte Bärbel Hamacher. Die Schulen seien hierbei auch sehr dankbar, Theaterbesuche ermöglichen zu können – auch in Zukunft. Die Beeckbachbühne hat nämlich bereits mit den Planungen begonnen: „Wir freuen uns auf nächstes Jahr“, bestätigte Markus Schlaak.

Wegberger Theatergruppe: Die Laienschauspielgruppe Beeckbachbühne führt nun bereits seit zehn Jahren jährlich ein neues Theaterstück in Wegberg auf. Die einzige Ausnahme war dabei das Coronajahr 2020. Die Aufwandskosten tragen die Mitglieder der Beeckbachbühne selber und refinanzieren diese mit Spenden. Ursprung des Ensembles sind Eltern von Beecker Kindern, die damals ein Weihnachtsstück für einen Kindergarten organisierten. Seitdem sind sie vom Theater ergriffen und bringen jährlich neue Stücke „Marke Eigenbau“ auf die Bühne.

Tim Rosner

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