Archiv · 2026 · Produktion 10 von 10

Edwin im orangefarbenen Astronautenanzug im Gespräch mit dem Mann im Mond, zwei Sternen und zwei grünen Außerirdischen vor einer blau beleuchteten Sternenkulisse mit Planeten.

Herbstproduktion · Oktober 2026

La Le Lu – hörst du zu?

4 Vorstellungen · 750 Zuschauer:innen

Edwin fühlt sich von allen überhört – bis er eines Nachts auf dem Mond landet und dort lernen muss, was wirklich Zuhören bedeutet.

Edwin hat nur noch ein Thema im Kopf: sein neues Teleskop und die Wunder des Weltalls – und merkt dabei gar nicht mehr, dass er selbst niemandem mehr richtig zuhört. Als ihn sein Zorn über eine schlechte Note, eine ungeduldige Mutter und eine enttäuschte beste Freundin schließlich bis auf den Mond trägt, begegnet er dort einem plappernden Stern, zwei schusseligen Außerirdischen und dem Mann im Mond selbst – und lernt ausgerechnet dort oben, worauf es auf der Erde wirklich ankommt. Eine warmherzige Mondreise darüber, wie viel man verpasst, wenn man nur hört, was man hören will.

Premiere
15. Oktober 2026
Vorstellungen
4
Zuschauer:innen
rund 750
Ort
St. Vincentiushaus Wegberg-Beeck

Ensemble

14 Mitwirkende
Gruppenfoto des Ensembles von „La Le Lu – hörst du zu?“ in Kostüm — Astronaut, Mann im Mond, Sterne, grüne Außerirdische und weitere Mitwirkende vor blauem Bühnenvorhang.
Das Ensemble von „La Le Lu – hörst du zu?“, 2026.

Auf der Bühne

Markus Schlaak

Edwin

Marion Hirsekorn

Lehrerin Zahlenmeier

Elena Thißen

Freundin Clara

Sandra Bolten-Tillmanns

Mutter

Bianca Althoff

Stern Stella

Heike Kresken

Außerirdischer Tik

Bärbel Hamacher

Außerirdischer Tok

Markus Bings

Mann im Mond

Monique Jungbluth

Sternschnuppe Funkelina

Hinter der Bühne

BühnenbildTanja Nippert
MusikStefan Bimmermann
Musik/GesangKerstin Schockert
Licht/TonHolger Bock
Licht/TonDirk Ullendahl (KTU Wegberg)

Geschichte, Fotos & Video

Auf dem Nachhauseweg von der Schule erzählte Edwin seiner besten Freundin Clara ziemlich genervt von der Mathearbeit, in der er statt der gewohnten Eins ausgerechnet eine Fünf geschrieben hatte. Er habe einfach keine Lust zum Lernen gehabt, gestand er, und als Clara vorsichtig anmerkte, dass man das seiner Lehrerin, Frau Zahlenmeier, besser nicht so sagen sollte, musste er zugeben, genau das bereits getan zu haben – zu ihrem großen Missfallen. Clara erklärte ihm geduldig, dass man zu Hause weniger lernen müsse, wenn man im Unterricht nur besser zuhöre, doch Edwin wollte davon nichts wissen und wechselte lieber das Thema: Zum Geburtstag hatte er ein riesiges Teleskop bekommen, mit dem man die Venus, den Mars, den Saturn und vor allem den Mond beobachten konnte. Während er voller Begeisterung ins Schwärmen geriet, war Clara jedoch längst mit ihrem Handy beschäftigt und bekam kaum noch mit, was er erzählte. Als eine Nachricht ihrer Mutter sie zur Eile mahnte, verabschiedete sie sich hastig, während Edwin ihr noch hinterherrief, sie solle sich das Teleskop doch einfach selbst ansehen.

Zu Hause angekommen, war seine Mutter mitten in der Essenszubereitung und hörte ihm beim Erzählen von der Mathearbeit nur mit halbem Ohr zu, abgelenkt vom Kochtopf und dem gedeckten Tisch. Als das Baby im Ställchen zu schreien begann, musste sie es beruhigen und bemerkte bald, dass die Windel gewechselt werden musste – schon zum dritten Mal an diesem Tag. Sie entschuldigte sich kurz bei Edwin und verschwand, um die kleine Schwester zu wickeln. Insgeheim war Edwin darüber ziemlich erleichtert, musste er doch auf diese Weise nicht weiter über seine Note sprechen. Er setzte sich mit seinem Essen und einem Astronomiebuch an den Tisch und vertiefte sich beim Kauen so sehr in eine Lektüre über die Fußspuren von Astronauten, die wegen der Windstille auf dem Mond für Millionen Jahre erhalten blieben, dass er das Klingeln an der Haustür zunächst gänzlich überhörte. Erst beim zweiten Mal, als seine Mutter ungeduldig nach ihm rief, öffnete er schließlich – und vor ihm stand seine Lehrerin.

Frau Zahlenmeier erklärte, sie habe nach der Mathestunde noch einmal in Ruhe mit ihm sprechen wollen, da sein plötzlicher Leistungseinbruch so gar nicht zu ihm passe. Edwin reagierte abweisend und vertiefte sich demonstrativ wieder in sein Buch, während er trotzig murmelte, er werde eben künftig besser zuhören, das habe ihm schließlich auch schon Clara gesagt. Als seine Mutter dazukam und prompt vermutete, Edwin müsse etwas in der Schule angestellt haben, fühlte er sich zusätzlich ungerecht behandelt und fuhr seine Mutter entsprechend an. Die Lehrerin versuchte zu beschwichtigen und wollte erklären, wie wichtig eine bessere Note für ihn gerade jetzt sei, doch Edwin ließ sie gar nicht erst ausreden, knallte sein Buch zu und verkündete wütend, er werde sich jetzt in sein Zimmer zurückziehen und bis zur nächsten Arbeit durchlernen – zumal ja ohnehin gleich „die tolle Clara“ vorbeikäme, um es dem „blöden Edwin“ beizubringen. Mutter und Lehrerin blieben ratlos zurück, und Edwins Mutter entschuldigte sich sichtlich verlegen für das Verhalten ihres Sohnes, bevor sie die Lehrerin hinausbegleitete.

In seinem Zimmer schimpfte Edwin noch eine Weile über die vermeintliche Ungerechtigkeit, wegen einer einzigen Fünf gleich Nachhilfe erteilt zu bekommen. Kurz darauf kam Clara herein, die von seiner Mutter hereingelassen worden war, und wunderte sich über seine schlechte Laune. Als Edwin ihr vorwarf, als Lieblingsschülerin der Lehrerin extra zum Nachhilfegeben geschickt worden zu sein, verstand Clara überhaupt nicht, wovon er sprach. Erst als sie ihn bat, ihr endlich sein neues Teleskop zu zeigen, schlug seine Stimmung sofort um. Begeistert richtete er das Rohr auf den bereits sichtbaren Mond und erklärte ihr voller Eifer, wie die Krater durch eingeschlagene Gesteinsbrocken aus dem All entstanden waren und wie die Fußabdrücke der Astronauten dort oben für immer erhalten blieben, da es keinen Wind gäbe, der sie fortwehen könnte. Clara zeigte sich davon jedoch wenig beeindruckt, verglich die Krater nur mit gewöhnlichen Löchern und scherzte, ein Außerirdischer könne mit seinem Ufo ebenso gut direkt auf einem Fußabdruck landen und ihn zunichtemachen. Enttäuscht über ihre fehlende Begeisterung warf Edwin ihr vor, seine Leidenschaft nicht ernst zu nehmen. Clara versuchte, das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken, und bat ihn, endlich die versprochenen Basketballtricks zu zeigen, schließlich hatte sie extra ihren Ball mitgebracht – doch Edwin, noch ganz in seiner gekränkten Stimmung gefangen, hörte ihr gar nicht richtig zu und beschwerte sich stattdessen weiter darüber, dass sie alles schlechtrede, was ihm wichtig sei. Clara wurde daraufhin ebenfalls ärgerlich.

Mitten in diesen Streit platzte Edwins Mutter mit der Bitte, er möge doch bitte noch schnell die Küche aufräumen, da sie mit seiner kleinen Schwester noch einmal los müsse. Völlig überreizt fühlte sich Edwin nun von allen Seiten bedrängt und bot seiner Mutter trotzig an, ihm das Teleskop doch gleich ganz wegzunehmen, wenn ohnehin niemand wolle, dass er es benutze. Seine Mutter versuchte zu erklären, dass sie lediglich Hilfe beim Tischabräumen gebraucht hatte und er sein Teleskop danach gerne weiter nutzen könne, doch Clara winkte bereits resigniert ab – mit ihm könne man heute offenbar nicht vernünftig reden, er höre ohnehin nur das, was er hören wolle. Beide verließen gemeinsam kopfschüttelnd das Zimmer und ließen Edwin mit dem Gefühl zurück, von niemandem verstanden zu werden, der sich doch nur wünschte, seine Begeisterung für den Mond und das Weltall mit anderen teilen zu können, und der sich nach nichts mehr sehnte als nach etwas von der Ruhe, die dort oben herrschen musste. Schließlich knipste er sein Nachtlicht aus und schlief ein.

Als er die Augen wieder öffnete, lag er noch immer auf seinem Kopfkissen – doch er trug nun einen Astronautenanzug und befand sich mitten in einer Mondlandschaft. Verwirrt setzte er sich auf, gerade als ein kleiner, fröhlich hüpfender Stern an ihm vorbeikam. Edwin versuchte, ihn anzusprechen, doch wegen seines Helms drang kein verständliches Wort nach draußen. Der Stern, der sich als Stella vorstellte, erkannte in ihm offenbar einen Menschen und erinnerte sich begeistert, vor über fünfzig Jahren einen gewissen Neil Armstrong kennengelernt zu haben – woraufhin sie kurzerhand annahm, Edwin müsse dessen Urenkel sein, und ihn liebevoll „Neil, den Zweiten“ taufte, da er ihr seinen eigentlichen Namen wegen des Helms nicht verständlich machen konnte. Als sie nach seinem Raumschiff fragte und er nur auf sein zurückgebliebenes Kopfkissen deuten konnte, vermutete Stella sogleich, die beiden Mondtunichtgute Tik und Tok müssten es ihm gestohlen haben, und wollte ihn gleich mitziehen, um die beiden zu suchen. Edwin wehrte sich und versuchte stattdessen verzweifelt, ihr durch Gesten zu erklären, dass sie ihm lediglich beim Abnehmen seines Helms helfen solle. Nach etlichen falschen Vermutungen – von Kopfschmerzen bis zu einem Fußballer nach einem Eigentor – verstand Stella schließlich doch noch, was er meinte, und befreite ihn endlich von seinem Helm. Kaum konnte er wieder sprechen, erklärte Edwin ihr, all das Durcheinander sei nur entstanden, weil sie ihm einfach nicht richtig zugehört habe.

Kurz darauf trafen sie auf zwei Außerirdische namens Tik und Tok, die völlig in ihr eigenes Ratespiel vertieft waren, bei dem der eine ein Geräusch nachahmte und der andere erraten musste, worum es sich handelte. So sehr Edwin auch versuchte, sich bemerkbar zu machen, die Hand auszustrecken und sich vorzustellen, die beiden ignorierten ihn vollkommen, zu sehr steckten sie in ihrem Spiel fest. Als er schließlich sein Handy zückte, um wenigstens ein gemeinsames Foto zu ergattern, war der Moment bereits verpasst, da sich die beiden kichernd und Arm in Arm wieder entfernten. Enttäuscht wandte sich Edwin an Stella, die inzwischen am Rand emsig Sand durch ein Sieb schüttete, und beklagte sich, wie unhöflich es doch sei, wenn einem niemand zuhöre. Stella merkte scherzhaft an, das klinge, als habe er damit einige Erfahrung, und Edwin erzählte ihr bereitwillig von seinem Frust: von der Lehrerin, die seine Begeisterung fürs Weltall einfach nicht verstehen wolle, von seinen Eltern, die ihm zwar das großartigste Geschenk gemacht, ihm aber gleichzeitig verboten hätten, es zu genießen, weil er stattdessen den Tisch habe abräumen sollen, und von seiner besten Freundin, die sich partout nichts über sein Teleskop habe anhören wollen. Stella hatte daraufhin eine Idee: Sie wollte ihn zum Mann im Mond bringen, der wie kein anderer wirklich zuzuhören verstehe.

Dort angekommen, erlebten sie gerade, wie der Mann im Mond mit der kleinen Sternschnuppe Funkelina sprach, die sich einmal einen freien Abend gewünscht hatte. Er erklärte ihr geduldig, wie viele Wünsche es allein in einer einzigen Nacht gebe und wie sehr die Menschen auf der Erde Sternschnuppen wie sie bräuchten – auch wenn beide insgeheim genau wussten, dass es eigentlich die Menschen selbst waren, die ihre Wünsche erfüllen mussten, und eine Sternschnuppe ihnen höchstens den nötigen Mut dazu gab. Enttäuscht, keine freie Nacht zu bekommen, zog sich Funkelina schmollend zurück. Stella stellte Edwin daraufhin vor – zunächst noch versehentlich als „Neil den Zweiten“, bevor sie sich korrigierte –, und der Mann im Mond begrüßte ihn freundlich. Noch bevor dieser richtig antworten konnte, wollte Edwin schon wieder ein Erinnerungsfoto machen, kaum dass der Mann im Mond höflich abgelehnt hatte, lieber eine Sagengestalt aus Liedern und Geschichten zu bleiben als ein bewiesenes Fotomotiv zu werden. Als Stella Edwin schließlich daran erinnerte, dass er noch gar keinen Plan habe, wie er wieder nach Hause kommen solle, und der Mann im Mond andeutete, er sei dafür vielleicht noch nicht bereit, erklärte Edwin trotzig, zu Hause vermisse ihn ohnehin niemand, so gemein, wie alle zu ihm gewesen seien. Nachdenklich schickte der Mann im Mond Stella fort, damit sie sich für den Abend bereit machen konnte, und wandte sich dann ganz Edwin zu.

Dieser überhäufte ihn sofort mit einer Flut an Fragen, ohne auch nur eine Antwort abzuwarten – warum es so viele Mondbewohner gebe, warum noch kein Astronaut sie entdeckt habe, wie er selbst hierhergekommen sei. Der Mann im Mond blieb jedoch beharrlich still. Verwirrt und zunehmend verärgert über das Schweigen warf Edwin ihm schließlich vor, genau wie alle anderen zu Hause auch nicht zuzuhören. Ruhig erwiderte der Mann im Mond, er habe die ganze Zeit zugehört, warte mit seiner Antwort aber so lange, bis auch Edwin bereit sei, wirklich zuzuhören. Verständnislos beteuerte Edwin, er höre doch immer zu – woraufhin der Mann im Mond ihn aufforderte, dann doch einfach zu erklären, warum sich seine Lehrerin um seine Noten sorge, warum seine Mutter um seine Unterstützung gebeten habe und wofür seine beste Freundin eigentlich seine Hilfe benötige. Betreten musste Edwin eingestehen, keine dieser Fragen beantworten zu können – er hatte schlicht nie richtig zugehört.

Da kam Funkelina müde und mit ihrer gesamten Ausrüstung beladen zurück, bereit für ihre nächtliche Wache. Dem Mann im Mond kam eine Idee: Er schlug Edwin vor, für diese eine Nacht Funkelinas Aufgabe zu übernehmen. Begeistert willigte Edwin ein und erfuhr von Funkelina die einfache Regel: Sobald er jemanden sehe, der nachdenklich zum Himmel blicke und einen wichtigen Wunsch in sich trage, solle er einfach eine Sternschnuppe aus ihrem kleinen Beutel werfen. Zufrieden, dass ihr diese Nacht endlich einmal Ruhe vergönnt war, zog sich Funkelina schlafen zurück. Mit Fernglas und Kopfhörern ausgestattet, machte sich Edwin eifrig an seinen neuen Posten, verlor jedoch schnell die Geduld, als er zunächst nur schlafende Kinder, fernsehende Erwachsene, spätarbeitende Büromenschen und schließlich nur den Hausmeister seiner Schule beim abendlichen Türenabschließen entdeckte. Gelangweilt wollte er den Dienst schon für beendet erklären, doch der Mann im Mond machte ihm klar, dass genau darin sein eigentliches Problem lag – er höre eben nie wirklich zu. Er erklärte ihm, dass echtes Zuhören bedeute, sein Gegenüber wirklich anzusehen, selbst still zu bleiben und aufmerksam zu sein, und ermutigte ihn, es noch einmal zu versuchen.

Diesmal suchte Edwin gezielt nach einem vertrauten Gesicht und entdeckte schließlich seine Lehrerin, die spät von der Schule nach Hause ging und gerade mit ihrem Schulleiter telefonierte. Aufmerksam beobachtete er, wie sie sich erleichtert dafür bedankte, dass der Schulleiter trotz der einen schlechten Note zugestimmt hatte, Edwin für ein besonderes Jugend-forscht-Programm bei der NASA anzumelden, bei dem er einen Monat lang mit echten Astronauten und Astronomie-Forschern zusammenarbeiten könnte – schließlich sei das Weltall derzeit sein absolutes Lieblingsthema, über das er praktisch ununterbrochen sprach und nachdachte. Zutiefst gerührt begriff Edwin endlich, weshalb sie ihn an jenem Nachmittag hatte besuchen wollen, und bedauerte, sie damals nicht hatte ausreden lassen. Entschlossen nahm er sich vor, von nun an für Mathe zu lernen, um ihr Vertrauen zu rechtfertigen, und warf ihr eine Sternschnuppe zu in der Hoffnung, sie würde sie noch bemerken.

Ermutigt durch dieses gelungene erste Zuhören, suchte Edwin als Nächstes nach seiner Mutter, da sie ihm ja ebenfalls öfter vorgeworfen hatte, ihr nicht richtig zuzuhören. Er fand sie, wie sie mit seinem Vater telefonierte und voller Stolz erzählte, das Teleskop sei genau das richtige Geschenk gewesen, weil Edwin sich so begeistert und hingebungsvoll mit seinem neuen Interesse beschäftigte. Beschämt über seinen Ausbruch wegen der kleinen Aufräumbitte schickte er auch ihr eine Sternschnuppe und wurde sich bewusst, in letzter Zeit offenbar wirklich niemandem mehr richtig zugehört zu haben. Als Nächstes entdeckte er Clara, die vergeblich versuchte, mit ihrem Basketball zu dribbeln, und leise vor sich hin klagte, wie gerne sie ins Mädchen-Basketballteam aufgenommen werden wollte, es aber ohne Edwins versprochene Hilfe wohl niemals schaffen würde – sie habe das Gefühl, ihm inzwischen völlig egal zu sein, da er nur noch an das Weltall und sein Teleskop denke. Traurig zog sie mit ihrem Ball von dannen. Von Schuldgefühlen überwältigt erkannte Edwin, wie oft sie ihn bereits gebeten hatte, mit ihr zu spielen, ohne dass er je richtig zugehört hätte, wie wichtig es ihr war. Er schickte auch ihr eine Sternschnuppe und machte sich eilig auf die Suche nach dem Mann im Mond, fest entschlossen, nun endlich nach Hause zurückzukehren.

Als er ihn fand, bestätigte der Mann im Mond, dass er ihm tatsächlich dabei helfen könne. Die inzwischen zurückgekehrte Stella wunderte sich über Edwins plötzlichen Sinneswandel, hatte er doch Stunden zuvor noch über alle zu Hause geschimpft. Die ausgeschlafene Funkelina vermutete sogleich richtig, dass die Übernahme ihrer Schicht ihn etwas gelehrt haben musste, und bedankte sich herzlich für die geschenkte Ruhe. Auch Tik und Tok kamen hinzu, gerade vertieft in ihr eigenes kleines Projekt – sie sammelten die schönsten Geräusche des Mondes, hatten bereits das Hüpfen eines mondsteinernen Basketballs, Funkelinas Gähnen, das Rauschen von Stellas Flug über den Himmel und das zarte Klimpern von Sternenstaub beim Landen auf der Erde aufgenommen. Überrascht stellten sie fest, dass Edwin plötzlich ihre Namen kannte, was der Mann im Mond damit erklärte, Edwin habe inzwischen gelernt, wirklich zuzuhören. Statt auf ein Foto zu drängen, wollte Edwin diesmal lieber mehr über ihre Geräuschesammlung erfahren und lauschte aufmerksam, als sie ihm eine Kostprobe vorspielten. Stella bemerkte anerkennend, dass er das Zuhören nun wirklich zu beherrschen scheine, und Edwin bedankte sich bei ihr, ohne deren Hilfe er das nie geschafft hätte. Zum Abschied schenkte ihm Tok den mondsteinernen Basketball als Andenken, über das er sich riesig freute, da er damit zu Hause sofort Clara überraschen konnte. Tik bestand schließlich darauf, dass nun endlich Zeit für das gemeinsame Foto sei, zu dem sich alle versammelten – und als Edwin aus alter Gewohnheit das irdische „Cheese“ rufen wollte, erinnerten ihn die anderen lachend daran, dass man auf dem Mond stattdessen „Mondkäse“ rufe, bevor der Mann im Mond ihn schließlich wieder nach Hause brachte.

Plakat „La Le Lu – hörst du zu?“: Mann im Mond, zwei kleine Außerirdische und ein Teleskop auf der Mondoberfläche, Termin 15.10.2026 um 17 Uhr, Vincentiushaus Beeck, Eintritt frei.
Plakat
Clara mit Wollmütze und Rucksack im Gespräch mit Edwin im NASA-Shirt, der aufgeregt gestikuliert, vor einem Vorhang.
Edwin kratzt sich verlegen am Kopf, daneben seine Mutter in roter Schürze mit zwei Tellern in der Küchenkulisse.
Frau Zahlenmeier mit Aktentasche im Gespräch mit Edwin in der Küchenkulisse, davor eine kleine Babywiege.
Blick aus dem Publikum auf die Küchenkulisse, links Edwin und Clara am Teleskop, rechts der Musiker am Keyboard und der leuchtende Mond.
Zwei grüne Außerirdische beobachten Edwin im Astronautenanzug, der auf den Knien den Mondboden untersucht.
Stern Stella breitet die Arme aus und staunt über Edwin im Astronautenanzug mit Helm.
Zwei grüne Außerirdische, Edwin im Astronautenanzug und Stern Stella im Hintergrund auf der Mondkulisse.
Der Mann im Mond mit Laterne im Gespräch mit Stern Stella im goldenen Sternenkostüm.
Der Mann im Mond mit Laterne in der Mitte, hinter ihm Stern Stella und Edwin, der auf sein Handy schaut.
Stern Stella, der Mann im Mond mit Laterne und Edwin im Astronautenanzug im Gespräch.
Edwin im Astronautenanzug zeigt dem Mann im Mond weiße Ohrenschützer, daneben Fernglas und Laterne.
Edwin mit Fernglas und Ohrenschützern auf dem Mondfelsen, rechts seine Mutter in roter Schürze beim Telefonieren.
Edwin macht ein Selfie mit dem Mann im Mond, zwei Sternen und zwei Außerirdischen.
Das gesamte Ensemble steht Hand in Hand auf der Bühne und neigt sich horchend zum Publikum, davor der Mann im Mond mit der Hand am Ohr.

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